Veranstaltungen im letzten Halbjahr

35. Jour fixe

am Mittwoch, 3. Dezember 2008, 19:00 Uhr,
Geschäftsstelle der FVB, Berlin-Wilmersdorf

Die freie Volksbühne Berlin hat einen neuen Veranstaltungsraum im Siegfried-Nestriepke-Haus

Die Freie Volksbühne Berlin (FVB) ist eine der großen Einrichtungen zur Vermittlung und Pflege der Künste in unserer Stadt, ohne die ihre wachsende kulturelle Ausstrahlung und Bedeutung in den letzten hundert Jahren nicht vorstellbar wäre. Dietger Pforte hat diese Geschichte vor einem Jahr in der Broschüre zum 60. Jubiläum nach Neugründung der FVB in einem Satz zusammen gefasst: "Gegründet 1890, um die Theaterzensur zu unterlaufen und der Arbeiterschaft den Zugang zu den Theatern zu erleichtern durch preiswerte Eintrittskarten und eine inhaltliche Vor- und Nachbereitung des Theaterbesuchs, aufgelöst im nationalsozialistischen Deutschland und erneut gegründet 1947, um das kulturelle Leben unserer Stadt zu stärken, ist die Freie Volksbühne Berlin dem Prinzip Hoffnung verpflichtet."

Große Namen des deutschen Theaters sind mit der Geschichte der Freien Volksbühne verbunden, zwei eigene Theater errichtete und betrieb der Verein in Berlin: die 1914 eingeweihte Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und das Haus der Berliner Festspiele, das 1963 als Theater der Freien Volksbühne im Westteil unserer Stadt eröffnet wurde. Heute konzentriert sich die FVB auf die unkomplizierte und preisgünstige Vermittlung des Berliner Kulturangebots: sie macht Lust auf Kultur! Am 5. September 2008 wurde in der seit 1952 bestehenden Geschäftsstelle, dem Siegfried-Nestriepke-Haus in Wilmersdorf, ein eigener Veranstaltungsraum eingeweiht, in dem die neue Reihe "Montags-Kultur" stattfindet. Im Foyer ist zur Zeit eine Ausstellung zur Geschichte der Freien Volksbühne im Spiegel ihrer graphisch eindrucksvoll gestalteten Vereinshefte von 1893 bis heute zu sehen.

Gesprächspartner zur Historie und zu den heutigen Aufgaben und Zielen waren für uns Adrienne Boros, Geschäftsführerin, und Prof. Dr. Dietger Pforte, Vorsitzender des Vorstands der FVB.

34. Jour fixe

am Mittwoch, 5. November 2008, 19:00 Uhr,
Zeiss-Grossplanetarium Berlin, Berlin-Prenzlauer Berg

Einundzwanzig Jahre Zeiss-Großplanetarium in Berlin

Mit seinem Außen-Kuppeldurchmesser von 30 Metern und einem Innenkuppel-Durchmesser von 23 Metern gehört das Zeiss-Grossplanetarium an der Prenzlauer Allee in Berlin zu den größten Planetarien in Europa. Es wurde im Oktober 1987 als eines der modernsten Sternentheater, ausgestattet mit dem Planetariumsprojektor "Cosmorama" von Carl Zeiss in Jena, eröffnet und feierte in diesen Tagen seinen 21sten Geburtstag. Technisch ist das Planetarium hervorragend ausgestattet. Kleine Extras sind z.B. die Lasereffekte, die über ein Teleskoprohr durch den Fußboden des Saales eingespiegelt werden oder das Effektkarussel mit verschiedenen optisch-mechanischen Baugruppen für Licht- und Lasereffekte, das aus dem Kuppelzenit herabgesenkt werden kann. Die technischen Möglichkeiten werden ständig erweitert.

Zeiss-Großplanetarium und die Archenhold-Sternwarte im Treptower Park (mit dem längsten Fernrohr der Welt) stehen heute unter einer Trägerschaft und Leitung. Sie gehören zur Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin.

Programmablauf:
  1. 21 Jahre Zeiss-Großplanetarium - ein Blick zurück und in die Zukunft (Information und Gespräch mit dem Leiter des Planetariums).
  2. Raumflug m. Zwischenlandungen: Die große Tour durch die Welt der Planeten
  3. Zum Ausklang eine Lasershow, bekannt als "Late night special".
Am ganzen Abend wurden wir begleitet, informiert und betreut von Hans Friedger Lachmann, Komm. Planetariumsleiter.

33. Jour fixe

am Mittwoch, 1. Oktober 2008, 19:30 Uhr
Werkbundarchiv - Museum der Dinge, Haus der NGBK, Berlin-Kreuzberg

Das "Werkbundarchiv - Museum der Dinge" in seinen neuen Räumen in Kreuzberg

Das Werkbundarchiv - Museum der Dinge, das lange Zeit in den oberen Etagen des Gropiusbaus untergebracht war, hat endlich einen neuen Standort, der die Ausstrahlung seiner besonderen Sammlungen angemessen zur Geltung bringt. Es sammelt, erforscht und zeigt Gegenstände zur Design- und Alltagskultur des 20sten und 21sten Jahrhunderts, die von der industriellen Massenproduktion geprägt ist. In einem ehemaligen Werkstattgebäude in Berlin-Kreuzberg präsentiert sich das Museum als Offenes Depot, in dem die Besucher den musealen Umgang mit den vielfältigen Sammlungen verfolgen können. Besonders beeindruckend ist die Möglichkeit zum unmittelbaren Vergleich unterschiedlicher Gestaltungsauffassungen. Dabei werden zum einen die programmatischen Grundlagen des 1907 gegründeten Deutschen Werkbunds vermittelt, der die modern-sachliche Gestaltung von industriell gefertigten Produkten, von Architektur und Lebensraum durchsetzen wollte; zum anderen allgemeine Aspekte der Material-, Form- und Nutzungsgeschichte der Produktkultur unserer Zeit.

Durch die Ausstellung und durch Museum und Archiv führte uns Renate Flagmeier, Kuratorin Werkbundarchiv - Museum der Dinge.

Besuch des Kunst-Campus am Hamburger Bahnhof

am Samstag, 27. September 2008, 15:00 Uhr
Kunst-Campus am Hamburger Bahnhof, Berlin-Mitte

Zum neuen Zentrum internationaler zeitgenössischer Kunst in Berlin will der Kunst-Campus am Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart wachsen. Zwischen Invalidenstraße, Heidestraße und Berliner-Spandauer-Schifffahrtskanal soll ein bisher einmaliges Ensemble aus Museum, Galerien und privaten Sammlungen entstehen. Zudem ist das Areal als einer der Standorte für die Berliner Kunsthalle im Gespräch. Wir wollten dieses neue Zentrum für Kunst und Kultur - den Kunst-Campus - über die jetzt dort ansässigen Galerien - Andersen’S Contemporary, Arndt & Partner, BODHI BERLIN, Galerie Loock, Jarmuschek & Partner, Kunstsammlung Harald Frisch - kennen lernen.

Wir wurden geführt von Kerstin Lassnig, Marketingmanagerin Vivico Real Estate GmbH, Projektleiterin Kunst-Campus, und Dr. Gabriele Knapstein, Kuratorin im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart.

Nach einem Rundgang auf dem Kunst-Campus haben wir ausgewählte Galerien besucht und mit den Galeristen gesprochen. Den Nachmittag haben wir mit einem Gespräch in netter Runde im Restaurant "Sarah Wiener" abgeschlossen.

32. Jour fixe

am Mittwoch, 2. Juli 2008, 19:00 Uhr
Kulturprojekte Berlin GmbH im PODEWIL, Berlin-Mitte

Berlin startet Initiative für kulturelle Bildung

Das Abgeordnetenhaus hat den Senat 2006 aufgefordert, ressortübergreifend ein Rahmenkonzept für kulturelle Bildung in Berlin, insbesondere für Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Seit Anfang 2008 liegt es vor, und es stellt in zwei Jahren Haushaltsmittel von 3,5 Mio Euro in einem "Berliner Projektfonds kulturelle Bildung" bereit.

In drei Schritten lernten wir diese bedeutsame Initiative näher kennen
  1. Vorstellung eines geförderten Projektes durch Stéphane Bauer, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien: Patenschaftsprojekt des Kunstraums mit der Kurt Löwenstein-Schule, Neukölln, Sparte Kunst
  2. André Schmitz, Staatssekretär für Kultur, erläuterte den Projektfonds Kulturelle Bildung und seine Möglichkeiten
  3. Podiumsdiskussion
    • Stéphane Bauer, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
    • Moritz van Dülmen, Leiter Kulturprojekte Berlin GmbH (KPB)
    • Brigitte Lange, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion
    • André Schmitz, Staatssekretär für Kultur
    • Nils Steinkrauss, Arbeitsbereich Kulturelle Bildung der KPB
    • Moderation: Winfried Sühlo

31. Jour fixe

am Mittwoch, 4. Juni 2008, 18.00 Uhr
Kino Kiste, Berlin-Hellersdorf

Kulturrundgang im Fusionsbezirk Marzahn-Hellersdorf

Städtebaulich und kulturell haben die östlichen Bezirke unserer Stadt in den letzten Jahren an Ausstrahlung gewonnen. Es wurde Zeit, dass wir uns selbst einen Eindruck davon verschaffen. Der Rundgang sollte vor allem dem Vergleich kultureller Infrastruktur dienen und Handlungsmöglichkeiten in der bezirklichen Kulturarbeit Berlins aus dieser Perspektive sichtbarer machen. Wir lernten die Situation über kulturell repräsentative Einrichtungen näher kennen:

Das Hellersdorfer Kulturzentrum Kino Kiste ist ein frei betriebenes Programmkino, zugleich Konzertveranstalter, Galerie, Café-Bar und Jugendtreff. Es wurde vorgestellt durch den Geschäftsführer Fred Schöner vom Steinstatt e. V.

Ab 19 h waren wir in der Marzahner Galerei M. Sie ist in kommunaler Trägerschaft - derzeit läuft dort noch die Ausstellung "Königinnenkünstlerinnen - Bilder und Fotos von Simone Kornfeld". Dort traffen wir zum Gespräch ihren Leiter Dr. Gunter Nimmich.

Der Rundgang wurde organisiert von Marlitt Köhnke, Bezirksbürgermeisterin a. D., und Christina Dreger, Fachbereichsleiterin Kultur in Marzahn-Hellersdorf. Sie standen auch für auswertende Gespräch nach Abschluss des Rundgangs bereit.

Galerie M

Podiumsdiskussion

am Dienstag, 27. Mai 2008, 19.30 Uhr
Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Haus Berliner Stadtbibliothek

Kulturforum der Sozialdemokratie und Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie luden ein:

Enquete-Kommision "Kultur in Deutschland": Bibliotheken sind öffentliche Pflichtaufgabe!

Im Dezember 2007 hat die Enquete-Kommission Kultur in Deutschland des Deutschen Bundestages ihre vierjährige Arbeit beendet und den Abschlussbericht vorgelegt. Dieser liefert eine umfassende Bestandsaufnahme und Analyse der kulturellen Infrastruktur Deutschlands und enthält wichtige Handlungsempfehlungen, die an den Bund, an die Länder und an die Kommunen gerichtet sind. Eine zentrale Rolle bei den Empfehlungen spielen die öffentlichen Bibliotheken.

Die Enquete hat in ihrer Bestandsaufnahme festgestellt: vor allem finanzielle Probleme führen dazu, dass Bibliotheken geschlossen oder ihr Medienangebot nicht mehr aktualisiert werden kann. Um sie als kulturelle Gedächtnisorte und wichtige Bildungseinrichtungen zu erhalten, bedarf es nach ihrer Auffassung der gesetzlichen Verankerung der Bibliotheken als Pflichtaufgabe. Deswegen plädiert sie in ihren Handlungsempfehlungen, in den Ländern bundesweit Bibliotheksgesetze zu erlassen, welche die Bibliotheken zur öffentlichen Pflichtaufgabe erklären.

Podium: Die Situation der öffentlichen Bibliotheken in Berlin
  • Prof. Dr. Claudia Lux, Generaldirektorin der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin
  • Dr. Engelbrecht Boese, Leiter der Stadtbibliothek Tempelhof/Schöneberg
  • Siegmund Ehrmann, MdB, Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion in der Enquete
Moderation: Winfried Sühlo

Zuvor gab Siegmund Ehrmann eine allgemeine, kurze Einführung in die wesentlichen Ergebnisse der Enquete.

Kulturrundgang KopenhagenerStraße

am Donnerstag, 8. Mai 2008, 17.00 Uhr
Haus der Sinne, Berlin-Prenzlauer Berg

Zu einem Kulturrundgang in der Kopenhagener Straße luden das Kulturforum Berlin Nordost, das Kulturforum Stadt Berlin und die Abteilung 11 der SPD in Berlin gemeinsam ein.

Der Rundgang wurde von Marcus P. Ibrom organisiert. Wir besuchten vom Haus der Sinne aus zunächst die Galerie Lichtschliff und LichtMal, Freunde der Schwarz-Weiß-Fotografie, in der Kopenhagener Straße. Anschließend ließen wir uns im ehemaligen BEWAG-Umspannwerk Prenzlauer Berg (Ex-Standort Vitra Design Museum) von einem Repräsentanten des Investors Tippin-Corporation über deren neues kulturbezogenes Nutzungskonzept informieren. Über den Kieztreff des Bürgervereins Gleimviertel in der Gleimstraße, besuchten wir abschließend das Niesen Salon Café Sozial in der Korsörerstraße. Die Kultureinrichtungen umfassen im Kiez ein breites Spektrum. Wir wollten sie über ihre Macher/innen mit ihren Konzepten kennen lernen und bei Problemlagen Lösungen befördern helfen. Der Kulturrundgang war für zwei Stunden ausgelegt. Es erwarteten uns interessante Begegnungen.

30. Jour fixe

am Mittwoch, 7. Mai 2008, 18.00 Uhr
vor dem Sockelgeschoss des Denkmals im Viktoriapark Berlin-Kreuzberg

Unser 30. Jour fixe ist ein kleines Jubiläum. Deswegen steigen wir auf einen Berg:

Bauhistorische Führung durch das Schinkel-Denkmal auf dem Kreuzberg

Der Kreuzberg wurde 1290 erstmals urkundlich erwähnt. Zu seinen historischen Namen gehören Sandberg, Runder Weinberg und Tempelhofer Berg. Auf der höchsten Stelle des Berges wurde am 30. März 1821, Jahrestag der Erstürmung des Montmatre, das deutsche Nationaldenkmal für die Siege in den Befreiungskriegen eingeweiht, das nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel geschaffen wurde. Das pyramidenförmig aufgebaute Denkmal wird an seiner Spitze von einem eisernen Kreuz gekrönt. 1878/79 wurde es um ca. acht Meter gehoben.

Das Sockelgeschoss des Denkmals ist voller Geheimnisse: in ihm wurden verschiedene Kunstwerke des alten Berlin eingelagert. Erläuterungen zur Baugeschichte und eine Führung durch das Sockelgeschoss gab uns Herr Frank Körner vom Bezirksamt Friedrichshain Kreuzberg von Berlin.

  

Veranstaltungsreihe Aufbruch '68

am Dienstag, 15. April 2008, 19.00 Uhr
im Willy-Brandt-Haus, Berlin-Mitte

Auftakt einer Veranstaltungsreihe im Willy-Brandt-Haus mit dem Schwerpunkt
    Aufbruch ’68


- Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e. V.
- Deutscher Werkbund Berlin e. V.
- Kulturforum der Sozialdemokratie
- Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie e. V.

Buchvorstellung und -diskussion:
Hermann Glaser: Die 60er Jahre - Deutschland zwischen 1960 und 1970.

Begrüßung und Moderation
Eckhardt Barthel, ehem. kulturpol. Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion; stellv. Vorsitzender Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie

Einführung
Hermann Glaser, Kulturwissenschaftler

Gesprächspartner
Tilman Fichter, Politikwissenschaftler
Thomas Flierl, Kultursenator a. D.
Diethart Krebs, Fotohistoriker.

Hermann Glaser: 1928 in Nürnberg geboren, lebt in Roßtal (Mittelfranken). Er studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie. Danach war er im Schuldienst tätig und von 1964 bis 1990 Schul- und Kulturdezernent in seiner Geburtsstadt. Des Weiteren ist er Honorarprofessor (Dr. phil.) für Kulturvermittlung an der TU Berlin, Mitglied des P.E.N. und Verfasser zahlreicher kulturwissenschaftlicher Bücher.

Zum Buch: In seinem mit zeitgenössischen Fotos reich ausgestattetem Buch Die 60er Jahre - Deutschland zwischen 1960 und 1970 zeigt Glaser, wie aufreizend farbig die kulturelle Entwicklung in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts verlief: Wie sich aus einer als muffig kritisierten Kulturlandschaft ein stürmischer Aufbruch in das erregende Unbekannte vollzog. Wie dieser Widerspruch zu den bestehenden Verhältnissen um sich griff, um mit der 68er Bewegung in einen grundlegenden Umbruch der Gesellschaft zu münden. Aufschlussreich und unterhaltsam schildert dieser Bild-/Textband die großen politischen, sozialen und kulturellen Geschehnisse wie den Mauerbau, literarische und musikalische Sensationen, die Mondlandung und die Spiegel-Affäre, Ereignisse, die Deutschland und die ganze Welt veränderten. (Ellert & Richter Verlag: Hermann Glaser, Die 60er Jahre, 19,95 EUR)

Ausstellungsführung

am Samstag, 5. April 2008, 11.00 Uhr
vor dem Stadthaus für die Kunst, Berlin-Mitte

Eine besonderen Führung durch Heiner Bastians großartiges Stadthaus für die Kunst,
entworfen vom britischen Architekten David Chipperfield, der auch Aufbau und Gestaltung des "Neuen Museum" auf der Museumsinsel in der Hand hat.

Das Haus am Kupfergraben, weniger als klassisches Museum, sondern eher als privates Haus geplant,in dem ausgestellt und gearbeitet werden kann, schließt eine Baulücke auf dem Areal Am Kupfergraben/Hinter dem Gießhaus gegenüber der Museumsinsel.
Anliegen ist es, in dem Haus wichtige Künstler der Gegenwart zu zeigen. So beherbergt es neben der Sammlung Heiner Bastian (ehemaliger Kurator am Hamburger Bahnhof) und der Sammlung von Christiane zu Salm auch die Galerie "Contemporary Fine Arts".

Zu Beginn erhielten wir eine Führung durch die Sammlung "About Change, Collection" von Christiane zu Salm im 3. Obergeschoß. Anschließend führte uns Alexander Schwarz vom Berliner Büro Chipperfield durch das Haus.

29. Jour fixe

am Montag, 3. März 2008, 19.30 Uhr
ExRotaprint, Gottschedstraße, Wedding

Immobilien für die Kultur
Eine Diskussion über kulturelle Infrastruktur und Liegenschaftspolitik

Der Liegenschaftsfonds Berlin, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Landes Berlin, wurde im Jahre 2001 gegründet. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfassen, bewerten, bewirtschaften und vermarkten mehr als 5000 landeseigene Immobilien in der Stadt. Spektakulärster Handel im Bereich der Kultur: Das frühere Metropol-Theater an der Friedrichstraße in Mitte wurde wieder zum Admiralspalast.

Im September 2007 haben sich Liegenschaftsfonds und der Verein ExRotaprint verständigt, das Grundstück Gottschedstraße 4 des ehemaligen Rotaprint-Geländes im Wedding an zwei Stiftungen zu verkaufen. Die gemeinnützige GmbH ExRotaprint kann es jetzt als Pächter nutzen und entwickeln - beispielhaft für die Möglichkeit, auf bauhistorisch wertvollem Gelände Impulse für die Stadtentwicklung Berlins zu geben.

Über diese und andere Beispiele, ihre Möglichkeiten und Grenzen diskutierten
- Ephraim Gothe, Stadtrat für Stadtentwicklung im Bezirk Mitte
- Susanne Klabe, Liegenschaftsfonds Berlin, Leiterin Vertrieb
- Les Schliesser, ExRotaprint
Moderation: Joachim Günther

Zu Beginn führte uns Les Schliesser über das Gelände.

Führung über das Rotaprint-Gelände  Les Schliesser, Joachim Günther, Ephraim Gothe, Susanne Klabe

28. Jour fixe

am Mittwoch, 6. Februar 2008, 19.00 Uhr
in der Synagoge, Prenzlauer Berg, Rykestraße

Besuch in Deutschlands größter Synagoge in der Rykestraße

Am 12. September 2007 wurde im Prenzlauer Berg mit viel politischer Prominenz ein besonderes Jubiläum gefeiert: die Synagoge in der Rykestraße besteht seit 100 Jahren. In den drei Jahren davor wurde Deutschlands größte Synagoge erneuert und soweit möglich ihrer historischen Gestalt angenähert. Der Betraum umfasst heute 1200 Plätze. Sie wird in Zukunft eine zentrale Rolle für die Jüdische Gemeinde in Berlin spielen.

Hierüber und über die Situation jüdischen Lebens in Berlin heute sprachen wir mit Dr. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum. Hermann Simon gab uns eine kurze Einführung in die Geschichte Berliner Juden am Prenzlauer Berg.

Dr. Hermann Simon  Die Synagoge