Galerie im Kurt-Schumacher-HausMüllerstraße 163, 13353 Berlin-Wedding![]() Die Galerie im Kurt-Schumacher-Haus wird gemeinsam mit dem ABI August Bebel Institut betrieben. Aktuelle AusstellungBisherige AusstellungenBERLIN - Stadt und MenschenBerlin - vielfältige Stadt in der Mitte Europas, und die Menschen, die hier leben und die dieser Stadt ihr einmaliges Gesicht und ihre besondere Gestalt geben, reizen zahlreiche Künstler seit Jahrhunderten immer wieder aufs Neue, ihre Eindrücke und Erfahrungen in Bilder zu fassen. In unserer Ausstellung stellten wir Ihnen die Werke von zwei jungen Malern vor, welche die Stadt Berlin und ihre Menschen als Sujet ihrer Arbeit nicht loslässt:Susanne Haun und Andreas Mattern. ![]() Beide haben ihr Atelier aus dem Berliner Wedding in die Peripherie der Stadt verlegt. Susanne Haun: "Wir sehnen uns nach Natur und Ruhe." Ist das die Flucht vor einem Alptraum? Was verliert, was gewinnt man dabei? Mit beiden Künstlern sprachen bei der Vernissage am 30. März 2010 Christina Illigner, Vorsitzende der "Freunde der Graphothek Berlin e.V." und Eckhardt Barthel. Dauer der Ausstellung: 31. März - 30. April 2010 ![]() Bruno Taut - Meister des farbigen BauensBruno Taut, einer der bedeutendsten Architekten der Moderne, gehört zu den frühen Mitgliedern des 1907 gegründeten Deutschen Werkbunds. 2005, zu seinem 125. Geburtstag, widmete der Werkbund Berlin dem Baumeister eine Ausstellung. Sie ist als Wanderausstellung konzipiert und wurde in vielen Metropolen der Welt gezeigt.Bruno Taut war Architekt, Stadtplaner, Designer, Humanist, Sozialreformer und vor allem Künstler. Intellekt und Gefühl spiegeln sich in seinen Siedlungsbauten der 20er Jahre in Berlin und verleihen ihnen einen einzigartigen Charakter. Er wollte die Wohn- und Lebensverhältnisse seiner Zeit reformieren. Die Qualität seiner Architektur liegt nicht zuletzt in ihrer expressiven Farbigkeit - einem Markenzeichen seines Werkes. Die UNESCO hat sechs denkmalgeschützte Berliner Siedlungen Tauts im Juli 2008 in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dazu gehört auch die 1924 bis 1930 gebaute Schillerpark-Siedlung im Wedding. Wir freuen uns, dass wir diese Ausstellung des Werkbunds in der "Galerie im Kurt-Schumacher-Haus" gemeinsam mit dem ABI August Bebel Institut zeigen konnten. In ihr wurden erstmals Tauts Berliner Wohnanlagen und Siedlungsbauten systematisch dargestellt. Der Berliner Architekt Winfried Brenne hat grundlegende Beiträge zu Wiedergewinnung und Erhalt seines Erbes geleistet. Seine Ausstellung zeigte auch die jetzigen Sanierungsmaßnahmen und die Verfahren im Denkmalschutz. Die Ausstellung wurde auch in den großen Städten der Türkei gezeigt. Bruno Taut lebte von 1936 bis zu seinem frühen Tod 1938 im türkischen Exil. Die Ausstellung "Haymatloz - Exil in der Türkei 1933 - 1945" des ABI hat das dokumentiert. Viele Gebäude des Architekten sind noch heute in türkischen Städten zu sehen. Sein Grab in Istanbul wurde zur Pilgerstätte. Taut wird bis heute in seinem Exilland verehrt. Dauer der Ausstellung: 23. 1. 2010 - 26. 2. 2010 Die Eröffnung der Ausstellung war am 23. Januar 2010 Begrüßung: Winfried Sühlo, Kulturforum; Ingo Siebert, ABI Es sprach: Winfried Brenne, Architekt, Kurator der Ausstellung Zur Finissage am 26. Februar 2010 haben wir ein Galeriegespräch veranstaltet und nach der Rolle gefragt, welche die "Internationale Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" - Grundlage entsprechender UNESCO-Entscheidungen - für unser Land und für andere Regionen der Welt spielen kann, in denen großes Erbe geschützt werden soll. Es sprachen miteinander: Dr. Knut Nevermann, Staatssekretär a.D., bis Sept. 2009 im sächsischen Wissenschaftsministerium tätig, und Winfried Brenne, Architekt, engagiert für Erhalt und Pflege der Berliner Siedlungen von Taut, Kurator der Ausstellung. Moderation: Eckhardt Barthel
Hans Scheib
Jaroslav Hasek, berühmt aufgrund seiner literarischen Figur des "braven Soldaten Schwejk" und berüchtigt für seine ungewöhnlichen Einfälle, gründet 1911 am Biertisch in Prag eine Spaßpartei mit dem Namen Partei des gemäßigten Fortschritts im Rahmen des Gesetzes. In seinen "Wahlreden" karikiert er den politischen Betrieb. Die Partei tritt 1911 tatsächlich zu den Reichstagswahlen an. Hasek schreibt später eine Chronik der Partei. Die Satire - vor mehr als 100 Jahren geschrieben - hat ihre Aktualität nicht verloren.Der Berliner Künstler Hans Scheib hat den Text mit expressiven Scherenschnitten illustriert. Ernest Wichner, Leiter der Literaturhauses Berlin in der Fasanenstrasse, redete bei der Vernissage informativ und witzig über Ironie und Satire bei Hasek. Im Dialog mit Winfried Sühlo wurde das erfrischende Bild dieser literarischen Struktur in Scheibs graphischen Blättern herausgestellt. Dauer der Ausstellung: 24. 11. 2009 - 13. 1. 2010 Am 12. Dezember, las Katja Lange-Müller in der Galerie aus dem Buch von Jaroslav Hasek. Eine neue Bibliothek im Herzen des Weddings – Studenten der Beuth Hochschule präsentierten ihre IdeenIm Zentrum des Bezirks Mitte, auf dem Weddinger Rathausplatz, soll langfristig eine neue Bezirkszentralbibliothek errichtet werden. Noch ist dies nur Teil des bezirklichen Bibliotheksentwicklungsplanes, aber schon entstehen die ersten Entwurfsideen.Architekturstudenten der Beuth Hochschule zeigten im Rahmen dieser Ausstellung ihre Visionen, wie der Ort verändert werden könnte. Sie haben Gebäude entworfen, die als bürgernahe und jedermann einladende Zentren den Rathausplatz beleben und ihre innere Lebendigkeit nach außen übertragen. Sie wollen Jung und Alt zum Lesen anregen, im Internet zu surfen oder zum wissenschaftlichen Arbeiten einladen. Aber diese Vision braucht auch Freiraum. So wird in den meisten Entwürfen das Hochhaus durch einen Neubau ersetzt, die jetzigen Parkplätze der Genter Straße unter die Erde verlegt und der beliebte Markt kann sich nun an der Müllerstraße präsentieren. Der unter Denkmalschutz stehende ehemalige BVV-Saal, gebaut um die "gläserne Demokratie" zu dokumentieren, bleibt selbstverständlich erhalten und wird in die Bibliothek integriert. Geschaffen werden ganz verschiedene neue Plätze mit hohen Aufenthaltsqualitäten und durchlässigen Verbindungen zwischen Leopoldplatz und Beuth-Hochschule. Unabhängig von den aktuellen Planungen zum Ausbau der im ehemaligen BVV-Saal untergebrachten Schiller-Bibliothek sollten die Arbeiten die Fantasie aller an dem Prozess beteiligten Akteure anregen. Die Studenten und Studentinnen der Beuth-FH wünschten allen Betrachtern dieser Ausstellung viel Vorfreude auf eine attraktive Bibliothek in der Müllerstraße. Das August-Bebel-Institut, das Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie e.V. sowie das Bibliotheks- und Kulturamt des Bezirks Mitte freuten sich, diese Ausstellung in der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus zeigen zu können. Dauer der Ausstellung: 04. September bis 01. Oktober 2009 Am 18.09.2009 gab es einen Empfang im Rahmen der Ausstellung. Die Stadträtin für Bildung und Kultur, Frau Dagmar Hänisch, der Stadtrat für Stadtentwicklung, Herr Ephraim Gothe, die Vizepräsidentin der Beuth Hochschule für Technik Berlin, Frau Prof. Dr. Gudrun Görlitz sowie die begleitenden Dozentinnen Frau Prof. Dorothee Dubrau und Frau Prof. Gisela Glass würdigen die ausgestellten Entwürfe und kamen mit den anwesenden Studierenden und Gästen dazu ins Gespräch. Die Öffentlichkeit war herzlich eingeladen. Schöne Aussichten: Kunst als Meinungsfreiheit
Die Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, zeigte vom 29. Mai bis 31. August 2009 eine große Retrospektive für Klaus Staeck:"Freiheitsrechte verkümmern, wenn man keinen Gebrauch von ihnen macht." - Der Künstler Klaus Staeck sieht hierin nicht nur seine eigene Verantwortung, sondern auch die der Öffentlichkeit. Provokation als staatsbürgerliche Pflicht. Welches Medium wäre dafür besser geeignet als das politische Plakat? Die Ausstellung ging über den politischen Plakatkünstler Klaus Staeck hinaus und zeigt auch Werke seiner frühen Grafik, seiner Objektkunst und vor allem sein fotografisches Werk. Zum Konzept der Präsentation gehörte, dass parallel zu der Retrospektive in der Berlinischen Galerie Plakate, Fotografien und Collagen in Satellitenausstellungen an sechs weiteren Orten in Berlin gezeigt wurden. Wir freuen uns, dass wir mit unserer Galerie im Kurt-Schumacher-Haus dabei sein konnten. Dauer der Ausstellung: 29. Mai bis 26. August 2009 Zur Eröffnung der Ausstellung am 29. Mai 2009 waren Klaus Staeck und Jörn Merkert, Direktor der Berlinischen Galerie, anwesend. Die Finnissage fand am 26. August 2009 statt. Es sprachen Jörn Merkert, Direktor der Berlinischen Galerie, und Winfried Sühlo, Vorsitzender Kulturforum Stadt Berlin, miteinander über den bemerkenswerten Erfolg der Ausstellungen von Klaus Staeck und über die weitere Arbeit unserer kleinen Galerie.
Traumstunden mit Janosch![]() Kinder lieben ihn. Der Kinderbuchautor und Illustrator Janosch, 1931 als Horst Eckert im heute polnischen Oberschlesien geboren, hat nicht nur den kleinen Tiger und den kleinen Bär auf die Reise nach Panama, dem Land ihrer Träume, geschickt. In mehr als 100 Büchern, die in vierzig Sprachen übersetzt wurden, hat er den Blick für die Wunder der Welt geschärft. Janosch aber ist mehr: Auch für Erwachsene hält er liebevoll-skurrile und oft melancholische Geschichten bereit. Vielfältig hat er in den vergangenen Jahrzehnten die Schrecken seiner Kindheit verarbeitet. Unsere Ausstellung von Janosch in der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus zeigte mehr als dreißig Radierungen aus den vergangenen vier Jahren. Möglich wurde die Ausstellung durch Zusammenarbeit mit dem Berliner Galeristen Dieter Schneider. Wir danken im herzlich. Dauer der Ausstellung: 1. bis 28. April 2009. Zur Eröffnung sprach Walter Momper, Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses. Zur Finissage ließen wir uns ein verlockendes Ereignis einfallen: Der aus vielen Lesungen bekannte Schauspieler Dirk Lausch laß aus einem der schönsten Janosch-Bücher Oh wie schön ist Panama,
das vor 30 Jahren zum ersten Mal erschienen ist und mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde. Es ist eine anrührende Geschichte, die uns die schönen und die aufregenden Seiten der Welt nahe bringen kann. Und das Beste: die zwei unzertrennlichen Freunde Tiger und Bär erfreuen nicht allein die Herzen der Erwachsenen, sie begeistern zugleich unsere Kinder und die Junge Generation. GalerieeröffnungMit einem kleinen Fest am 22. Januar 2009 eröffneten wir gemeinsam mit unserem Partner August Bebel Institut unsere Galerie im Kurt Schumacher Haus.Wir zeigten vom 22. Januar bis 14. Februar 2009 die Ausstellung: Berlin - Ansichten einer Stadt Photographien von Manfred Hamm Grußwort André Schmitz, Staatssekretär für Kultur
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